FactoryXML® auf CeBIT 2002
Langner stellt erste öffentliche FactoryXML-Spezifikation zur Integration von Fabrikautomation und E-Business vor

Hamburg, 25. März 2002 – Den Brückenschlag vom E-Business zur Fabrikautomation zu schaffen, hat sich die Langner Communications AG vorgenommen. Auf der diesjährigen CeBIT stellte das Hamburger Softwarehaus die erste Spezifikation ihrer FactoryXML™-Technologie vor. FactoryXML ist ein auf XML basierendes Kommunikationsprotokoll, mit dem ERP-Systeme direkt auf die Daten von Automatisierungssystemen und Steuerungen zugreifen können – ein Datenaustausch, der bislang aufgrund inkompatibler Übertragungsverfahren nicht möglich war.

Firmenchef Ralph Langner: "Der nächste große Zukunftsmarkt im E-Business ist das produzierende Gewerbe, wo Produktionsprozesse bislang noch nicht mit ERP-Systemen vernetzt sind. Hierfür haben wir mit FactoryXML das fehlende Bindeglied geschaffen." Langner setzt hierbei auf XML als Datenformat, da es inzwischen von allen großen Softwareherstellern als Standard akzeptiert sei. Die auf der CeBIT vorgestellte Spezifikation von FactoryXML kann vom Hersteller angefordert werden.

Auf XML als Format für den Datenaustausch zwischen Automatisierungstechnik und IT setzen die Hamburger bereits seit 1999. Grund hierfür ist weniger die Hype, die um das HTML-Nachfolgeformat entstanden ist, sondern die Tatsache, dass es sich im E-Business-Bereich als unangefochtener Standard durchgesetzt hat. Microsofts .NET-Framework, welches ebenfalls XML als Daten-Grundformat verwendet, ist nur ein weiterer Beleg für diese Entwicklung. Wer XML verwendet, verfügt daher über eine ungeheure Zahl existierender Softwareschnittstellen – eine Situation, die sich für Industrieprotokolle oder selbst für OPC niemals einstellen wird. Die Hamburger gingen hier also geschickt den Weg des geringsten Widerstands, nach dem Motto: Wenn IT-Anwendungen auf breiter Front schon keine Schnittstellen wie OPC und keine Protokolle wie PROFIBUS integrieren werden, dann gehen wir den umgekehrten Weg und bringen der Automatisierungswelt XML bei. Die Tatsache, dass inzwischen auch eine Arbeitsgruppe der OPC Foundation an einer XML-Schnittstelle arbeitet, scheint die Richtigkeit dieses Ansatzes zu bestätigen. Während die OPC/XML Task Force um Al Chisholm (Intellution) allerdings bislang noch keine Spezifikation vorgelegt hat, zeigt Langner nun Ergebnisse und hat Grundzüge des Verfahrens bereits im Jahr 2000 zum Patent angemeldet.

Die FactoryXML-Spezifikation trägt die Versionsnummer 1.2 (Vorversionen wurden nicht veröffentlicht). Interessant am Langner-Protokoll sind die Beschränkung auf wenige Grundfunktionen, die für eine leichte Implementierung sorgen soll, sowie eine leistungsfähige Schnittstelle für spontane Notifications. Langner geht davon aus, dass die für Fabrikautomation typischen (hohen) Datenmengen im Netzwerk – und erst recht im Internet – auf gar keinen Fall mit zyklischen Polling-Verfahren sinnvoll übertragen werden können. Eine extreme Reduzierung des Datenverkehrs wird dadurch erzielt, dass Peripheriegeräte und Steuerungen nur noch Änderungen bzw. das Eintreten bestimmter Kriterien melden. Hierfür gibt es in FactoryXML sogenannte Subscribe-Datagramme, mit denen eine Anwendung definieren kann, wann sie benachrichtigt werden möchte. Weiterer Vorteil: Auf Seiten der Anwendungssoftware kann mit ereignisgesteuerten Architekturen gearbeitet werden, wie dies im Bereich der objektorientierten Programmierung ohnehin üblich ist.

Für den Datenzugriff (Data Access) auf ein bestimmtes Gerät ist natürlich eine Beschreibung der verwendeten Datentypen, ihrer Wertebereiche usw. erforderlich. Langner geht hier unterschiedliche Wege. Zunächst ist die Art des Datenzugriffs innerhalb des FactoryXML-Protokolls nicht spezifiziert, sondern findet praktisch als "Payload" der übertragenen Datagramme statt. Im Datagramm-Header wird jedoch über einen XML-Namespace angegeben, welche Konvention für den Datenzugriff verwendet wird. Der Nutzer kann hier also einen eigenen Namespace ansprechen (zu erwarten wären hier beispielsweise künftige Geräteprofilbeschreibungen von Nutzergruppen) oder einen von Langner vordefinierten Namespace nutzen, der ähnlich wie OPC-DA aufgebaut ist. Dieser Namespace ist jedoch optional und nur als Vorschlag zu verstehen. Eine weitere Besonderheit von FactoryXML ist, dass als Transport nicht nur TCP, sondern auch das wesentlich schnellere UDP-Protokoll verwendet werden kann.

Über Langner Communications AG
Langner Communications AG, gegründet vom Vorstandsvorsitzenden Ralph Langner, hat ihren Firmensitz seit 1991 in Hamburg. Langner Communications AG verfügt über dreizehn Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Produkten und Lösungen für die Datenübertragung im P2B®-Bereich (Production-to-Business). Mit LUCA® bietet das Unternehmen die international umfangreichste Familie von Kommunikationstreibern an. Zu den Kunden zählen weltweit mehr als 3000 Unternehmen, darunter BMW, Bosch, Braun, Esso, Siemens und ZF Friedrichshafen.

Pressekontakt:

Langner Communications AG
Nicole Müller
Eulenkrugstraße 27
D-22359 Hamburg
Tel. +49 (0)40 - 609011 - 16
Fax. +49 (0)40 - 609011 - 11
Mail:
nm@Langner.com

 

   

Copyright© 2003 Langner Communications AG. Langner, FactoryXML, das FactoryXML-Logo und P2B sind eingetragene Marken von Langner Communications AG. i-Plant ist eine angemeldete Marke von Langner Communications AG.