i-Plant Directory Service
Der i-Plant Directory Service ist der zentrale Softwaredienst (oder
auch "Hub") für jedes i-Plant-Netzwerk. Alle i-Plant-Knoten
(Data Source Connectors und Server-Prozesse)
melden sich beim i-Plant Directory Service automatisch bei Systemstart
an. Der i-Plant Directory Service stellt für Client-Anwendungen
eine Adressauflösung zur Verfügung. Jeder Knoten kann
mit seinem symbolischen Namen angesprochen werden. Auch das "Browsen"
wird unterstützt, wodurch eine Client-Anwendung wie der i-Plant
Explorer sämtliche im Netzwerk überhaupt verfügbaren
Knoten anzeigen kann.
Ausserdem ist der i-Plant Directory Service auch für die Überwachung
des fehlertoleranten Betriebs zuständig.
Alle angemeldeten Knoten werden kontinuierlich auf ihren fehlerfreien
Zustand hin überprüft. Fällt ein Knoten aus, wird
automatisch auf einen Backup-Knoten umgeschaltet.
i-Plant
User Management
Ein werks- oder firmenweites Produktionsnetzwerk muss über
geeignete Verfahren für den Zugriffsschutz verfügen. Bei
i-Plant wird diese Rolle vom User Management übernommen, welches
mit anderen i-Plant-Komponenten zusammen spielt und dafür sorgt,
dass einzelne Benutzer und Benutzergruppen nur auf die Datenbereiche
Zugriff haben, für die sie auch die Berechtigung besitzen.
Neben der Gruppenzugehörigkeit werden im Benutzermanagement
auch Details wie Email-Adresse und Telefonnummer des Benutzers verwaltet,
auf die von anderen Produktkomponenten wie dem i-Plant
Alarm Center zugegriffen wird.
Die Authentifizierung des Benutzers erfolgt stets über gesicherte
Verbindungen (Secure Socket Layer) und ist dadurch wirksam gegen
Ausspähen geschützt.
i-Plant
Alarm Center
Das i-Plant Alarm Center ist ein Mitteilungs-Dienst, der benutzerdefinierte
Prozessvariablen und Eintrittsbedingungen überwacht. Jeder
Benutzer kann beliebig viele Alarme mit unterschiedlichen Prioritäten
definieren (Information, Warnung, Alarm, kritischer Alarm). Dabei
können einzelne Prozessvariablen oder auch Kombinationen von
Prozessvariablen aus dem gesamten i-Plant-Netzwerk angesprochen
werden. Die Konfiguration des i-Plant Alarm Centers erfolgt benutzerspezifisch
über die Web-Anwendung i-Plant Alarm Configurator.
Das Auftreten eines Alarms bzw. einer Mitteilung führt automatisch
zur Sichtbarmachung im i-Plant Alarm Viewer (s.u.). Darüber
hinaus können Alarme alternativ auch per Email (HTML-Mail mit
Kontextinformation und Verlaufsgrafik) versendet werden und/oder
eine Telefonbenachrichtigung ausführen. Bei der Telefonbenachrichtigung
wird automatisch per ISDN bzw. Modem eine Telefonverbindung aufgebaut
und anschließend der vom Benutzer konfigurierte erklärende
Text des Alarms mittels Sprachsynthese vorgelesen.
Alarme können als bestätigungspflichtig markiert werden.
Die Bestätigung erfolgt über den i-Plant Alarm Viewer
per Benutzereingabe, bei Email-Versand durch Rückantwort, und
bei Telefonbenachrichtigung per DTMF-Code.
i-Plant Historian
Betriebs- und Prozessdaten, die von i-Plant Data Source Connectors
geliefert werden, entsprechen einer Momentaufnahme des Prozessabbilds.
Sie sind "live". Dort, wo die Notwendigkeit besteht, auf
historische Verlaufsdaten zuzugreifen, können solche Daten
innerhalb eines i-Plant-Netzwerks von einem i-Plant Historian geliefert
werden. Der i-Plant Historian entlastet die einzelnen IT-Anwendungen,
selbst eine historische Datenhaltung durchführen zu müssen.
Technisch gesehen ist der i-Plant Historian ein Gateway, welches
auf der einen Seite FactoryXML verwendet, auf der anderen Seite
JDBC. Als Datenbank-Backend kommt jedes Produkt mit JDBC-Schnittstelle
in Betracht. Laufende i-Plant-Installationen verwenden zum Beispiel
Oracle-Datenbanken und MS SQL Server.
Ein i-Plant Historian ist im i-Plant-Netzwerk nur dann erforderlich,
wenn auf Verlaufsdaten zugegriffen werden soll. Ist lediglich der
Zugriff auf Live-Daten gewünscht, kann auf einen Historian
verzichtet werden. Anders als bei typischen MES-Lösungen erfolgt
bei i-Plant die Datennormalisierung nicht über eine zentrale
Datenbank, sondern während der Online-Übertragung in den
Konnektoren.
Zur besseren Skalierbarkeit können in einem i-Plant-Netzwerk
mehrere Historians gleichzeitig laufen. Alternativ zum i-Plant-Historian
kann die Speicherung von Verlaufsdaten auch vom i-Plant Integration
Broker vorgenommen werden.
i-Plant Resource Center
Das i-Plant Resource Center bereitet die von einem i-Plant Historian
gespeicherten Verlaufsdaten grafisch auf. Es liefert Verlaufsgrafiken
in den gängigen Web-Formaten. Das i-Plant Resource Center hat
eine HTTP-Schnittstelle und kann somit leicht von beliebigen Web-Anwendungen
angesprochen werden. Es wird unter anderem vom i-Plant Explorer
zur Aufbereitung von Verlaufsgrafiken genutzt.
i-Plant Proxy Service
Der i-Plant Proxy Service wird von den i-Plant Endbenutzer-Anwendungen
dazu verwendet, einen einheitlichen und standardisierten Zugriff
auf das i-Plant-Netzwerk zu erhalten. Er läuft also überall
dort, wo mit i-Plant-Web-Anwendungen gearbeitet wird.
i-Plant Integration Broker
Der i-Plant Integration Broker ist das Arbeitspferd innerhalb von
i-Plant zur Datenkonsolidierung. Die Daten einzelner Stationen oder
Linien können hier zusammengefasst und zu Kennzahlen aufbereitet
werden. Über eine Plugin-Schnittstelle steht dafür praktisch
beliebige Prozesslogik bereit.
Ein i-Plant Integration Broker schreibt seine Ausgabe normalerweise
in eine anwendungsspezifische Datenbank. Als alternative Ausgabeschnittstellen
stehen aber auch WebSphere MQ, JMS, SAP R/3 und FactoryXML zur Verfügung.
In einem i-Plant-Netzwerk laufen normalerweise mehrere (anwendungsspezifische)
Integration Broker gleichzeitig.
i-Plant Production Agent
Ein i-Plant Production Agent ist ein extrem flexibler Softwareagent
für alle Anwendungsfälle, in denen der i-Plant Integration
Broker nicht ausreicht. Das "Innenleben" eines Production
Agents wird komplett mit kundenspezifischer Prozess- oder Geschäftslogik
gefüllt. Lediglich die äußere Hülse ist durch
FactoryXML-Schnittstellen standardmäßig vorgegeben.
In einem i-Plant-Netzwerk laufen normalerweise mehrere (anwendungsspezifische)
Production Agents gleichzeitig.
|